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  1. Einführung TMS
  2. Einführung TMS

Schwierigkeit der Untertests

In diesem Kapitel gehen wir einmal kurz auf die Schwierigkeit der Untertests ein, bevor wir uns im nächsten Kapitel anschauen, wie gut die Untertests trainierbar sind und wie häufig und lange ihr sie trainieren solltet.

 
Anhand der Schwierigkeit ergibt sich, welche Punktzahl ihr jeweils für ein überdurchschnittliches Ergebnis anstreben solltet und bei welchen Untertests ihr durch das richtige Training euch einen wirklichen Vorsprung erarbeiten könnt.

 
 

Schwierigkeit der Untertests

 
Aussagen zur Trainierbarkeit sind leicht nachvollziehbar und beruhen auf den praktischen Erfahrungswerten vieler Teilnehmer:innen, wie sehr sie sich durch richtige Übung verbessern können.

Aber was sagt die Schwierigkeit genau aus?

 
Die Schwierigkeit eines Untertests kann man daran festmachen, welche durchschnittlichen Punktzahlen von Bewerber:innen im TMS erreicht werden. Also ob der Durchschnitt der Teilnehmer:innen viele Aufgaben eines Untertests richtig beantwortet, was einem eher leichten Untertest entsprechen würde, oder ob der Durchschnitt der Teilnehmer:innen wenige Aufgaben richtig beantwortet, was einem eher schweren Untertest entsprechen würde. Aber woher bekommt man diese Werte?

 
Sammelt man die TMS-Ergebnisse vieler Teilnehmer:innen zu jedem Untertest mit den dazugehörigen Standardwerten und Prozenträngen, sind dort fast immer alle Punkteabstufungen vorhanden.

 
Bei maximal 20 richtig zu beantworteten Aufgaben (nach Abzug der 4 Einstreuaufgaben, bzw. bei Textverständnis 18 nach Abzug von 6 Einstreuaufgaben) wird man daher in einer solchen großen Sammlung einige (stark) überdurchschnittliche Teilnehmer:innen mit 20 richtigen Antworten haben, andere mit 19, wieder andere mit 18 usw.

 
Daher kann es pro Untertest auch nur maximal 20 verschiedene Prozentränge & Standardwerte geben, da Teilnehmer:innen mit genau gleich vielen Punkten pro Untertest auch immer genau den gleichen Prozentrang erhalten. Die Prozentränge "springen" also. Zum Beispiel: 100, 96, 87, 76, 66 usw. Für jeden Testtermin und für jeden Untertest gibt es unterschiedliche Prozentränge für die verschiedenen Punktzahlen.
Werner vom Kursanbieter tmsbuddies organisiert mithilfe von Influencern nach jedem TMS eine solche große Sammlung und stellt die Daten freundlicherweise zur Verfügung.

 
Hier einmal beispielhaft die Werte von Tag 1 des Frühjahrs-TMS 2023:

 
Tabelle Schwierigkeitswerte Tag 1 Frühjahr 2023

Da an diesen Sammlungen weniger Bewerber:innen mitwirken, die schwächere Ergebnisse erreichen, sind die Werte im unteren Bereich etwas weniger bekannt als die im oberen Bereich.

 
Nur, wenn es zu jedem Standardwert-Prozentrang-Paar in einem Untertest mehrere Meldungen von Bewerber:innen gibt, werden sie in die Sammlung aufgenommen und der Reihe nach sortiert. So erhält man die Standardwert-Prozentrang-Paarung für die meisten Punktzahlen in allen Untertests.

 
Alle Ergebnisse, die einen Prozentrang über 90 erbracht haben, haben wir grün markiert.

Alle Ergebnisse, die einen Prozentrang zwischen 50 und 90 erbracht haben, haben wir gelb markiert.

 
Es fällt auf, dass die Prozentränge, die man für verschiedene Punktzahlen erhält, je nach Untertest sehr unterschiedlich sein können.

Bei Quantitative und formale Probleme erhielt man auch mit 6 fehlenden Punkten noch einen sehr hohen Prozentrang von über 90, weil viele Teilnehmer:innen nur etwa die Hälfte aller Aufgaben oder sogar weniger richtig beantworten.

 
Bei leichteren Untertests wie Schlauchfiguren oder Figuren lernen haben die Teilnehmer:innen durchschnittlich mehr Punkte, sodass man dort mit wenigen fehlenden Punkten schon deutlich schwächere Prozentränge erhält. Während man mit 6 fehlenden Punkten in Quanti Prozentränge über 90 erhalten hat, hat man in diesen Untertests mit 6 fehlenden Punkten schon Prozentränge unter 50 erhalten.

 
In einigen Untertests, wie hier z.B. Textverständnis und Diagramme und Tabellen, oft auch bei Quanti, erhält man sogar auch mit einem fehlenden Punkt Prozentrang 100, da es so wenige mit allen oder fast allen Punkten gibt, dass man mit einem fehlenden Punkt immer noch besser als (aufgerundet) fast 100 % der anderen Teilnehmer:innen ist. Dass dies unterschiedliche Punktzahlen sind, erkennt man an den unterschiedlichen Standardwerten, die in einem so großen Bereich noch feiner unterscheiden.

 
 

Wie ist die durchschnittliche Punktzahl der Untertests?

 
Die „durchschnittliche Punktzahl" von Bewerber:innen bezieht sich auf die Punktzahl bei einem Standardwert von etwa 100, der gleichzeitig ungefähr einem Prozentrang von 50 entspricht. Mathematisch korrekt ist dies der „Median", da ziemlich genau die Hälfte der Bewerber:innen mehr und die andere Hälfte der Bewerber:innen weniger Punkte erhalten hat.

 
Die genauen Durchschnittswerte können von TMS-Termin zu TMS-Termin auch mal stärker schwanken, liegen für die verschiedenen Untertests jedoch meistens in einem typischen Bereich.

 
Dies haben wir hier einmal zusammengetragen:

 

UntertestDurchschnittliche Punktzahl
Muster zuordnen11-13 Punkte
Mednat10-11 Punkte
Schlauchfiguren14-15 Punkte
Quantitative und formale Probleme9-10 Punkte
Figuren lernen11-14 Punkte
Fakten lernen10-11 Punkte
Textverständnis9-11 Punkte
Diagramme und Tabellen9-11

 
Beachtet, dass dies nur grobe Angaben für den Durchschnitt der letzten Jahre sind und die Werte je nach Jahr auch mal 1-2 Punkte darüber oder darunter liegen können, falls Aufgaben untypisch schwerer oder leichter sind. Zu den meisten Terminen lagen sie aber in den Bereichen. Zusammenfassend könnte man die Untertests daher der Schwierigkeit nach in etwa wie folgt ordnen:

 

  1. Quanti
  2. Textverständnis, Diagramme & Tabellen, Mednat
  3. Fakten lernen
  4. Muster zuordnen
  5. Figuren lernen
  6. Schlauchfiguren

 
 

Welche Konsequenzen hat das für eure Vorbereitung?

 
Einerseits zeigt es euch, dass ihr für ein überdurchschnittliches Ergebnis, wenn möglich, bei Untertests wie Schlauchfiguren mehr Aufgaben richtig lösen solltet als bei Untertests wie Quantitative und formale Probleme.

Dies kann euch helfen, eure Leistung z.B. beim Bearbeiten der ITB-Bücher, der Informationsbroschüre oder den Aufgaben unserer Lernplattform einzuschätzen.

 
Drei Viertel richtig beantwortete Aufgaben sind bei Quanti sehr gut, bei Schlauchfiguren eher durchschnittlich.

 
Andererseits könnt ihr euch bei allen „schweren" Untertests, bei denen die meisten Bewerber:innen weniger Punkte erhalten, durch ein gutes Ergebnis einen ordentlichen Vorsprung herausarbeiten. Allerdings muss man hier noch einmal unterscheiden, ob man diese Untertests auch gut trainieren kann. Wer für die Aufgabentypen aus Textverständnis und Medizinisch-naturwissenschaftliches Grundverständnis ein Talent hat, kann sich zwar einen Vorsprung herausarbeiten, andere Bewerber:innen, denen diese Aufgabentypen schwerer fallen, jedoch auch mit der größten Mühe nur kaum.

 
Aber zum Glück kann man einige der eher schweren Untertests mit der richtigen Strategie sehr gut trainieren. Und genau diese Trainierbarkeit schauen wir uns im nächsten Kapitel an!

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