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Für diesen Untertests ist es entscheidend, dass man Assoziationen bildet, also miteinander verknüpfte Vorstellungen.
Ihr solltet versuchen, in den Figuren Bilder zu sehen, die möglichst eindeutig sind.
Beispiel:

Bei dieser Figur konnte ich mir sofort ein Bein und einen Schuh vorstellen, womit die schwarze Fläche ein großer, schwarzer Hängebauch sein könnte.
Damit kann ich mir die Figur eindeutig merken, da ich das Bein und den Schuh wiedererkennen würde.

Ich weiß damit auch sofort, welche Fläche schwarz sein muss, da ich mir ja gleichzeitig gemerkt habe, dass der Hängebauch schwarz ist.
Ein weiteres Beispiel:

Wenn diese Figur keine Person ist, die gerade auf Toilette ihre schwarze Hose herunterzieht und dabei ihr Gesäß entblößt, weiß ich auch nicht weiter.
Auch hier würde ich das Gesäß bei der späteren Abfrage wiedererkennen und wissen, dass die halb-heruntergezogene Hose schwarz ist, womit hier auch D richtig ist.

Und ein letztes Beispiel, mal ohne Personen:

Auch in dieser Figur könnte man viele verschiedene Assoziationen finden. Ich habe zum Beispiel an das Ende einer stinkenden Giftmüll-Pipeline gedacht, die eine schwarze Brühe transportiert.
Hier gilt erneut: Figur eindeutig gemerkt und die schwarze Fläche mit einbezogen, sodass ich beides wiedererkennen kann.

Um sich viele Figuren merken zu können, braucht man leider wirklich diese Assoziationen. Bei der gerade gezeigten Figur könnte man sich die schwarze Fläche vielleicht auch noch so merken, dass es eine spitz zulaufende schwarze Fläche in der Mitte gibt, von dessen Spitze drei Striche weggehen.
Versucht man jedoch, dies bei allen Figuren so zu machen, wird man wahrscheinlich kläglich scheitern.
Fallen euch im TMS keine Assoziationen ein, kann man für einige wenige Figuren aber tatsächlich versuchen, sie sich einfach so zu merken.
Die Assoziationen bleiben besser im Gedächtnis, je emotionaler, skurriler, oder auch sexueller sie sind. Ihr glaubt gar nicht, wie viele Hinterteile, Brüste oder Geschlechtsorgane ihr in solchen Bildern erkennen könnt und wie gut ihr euch später noch an sie erinnert.
Assoziationen mit Gegenständen sind auch beliebig möglich. In meinem TMS habe ich z.B. auch UFOs und Baseballschläger gesehen. Auch Landschaften mit schwarzen Flüssen, schwarzen Bergen usw. können nützliche Assoziationen sein, solange sie wirklichen Wiedererkennungswert haben und nicht zu mehreren Bildern passen würden.
Oftmals werden mensch-bezogene Assoziationen stärker erinnert. Umso mehr, wenn sie vielleicht sogar an eigene Erlebnissen oder Emotionen anschließen.
Ihr werdet schon eure ganz eigenen Assoziationen finden. Häufig sollte man einfach die erste nehmen, die einem in den Sinn kommt.
Wichtig ist, sich nicht nur an der äußeren Form zu orientieren, da diese bei mehreren Figuren oft absichtlich sehr ähnlich ist, z.B. wie ein Croissant, Fisch oder Rettungsring. Und bei drei Fischen in einem Set kann man sich dann schlecht merken, dass bei einem die Schwanzflosse blutig ist, beim anderen der Bauch und beim letzten der Kopf. Betrachtet daher stärker das „Innenleben“ der Figuren und versucht, in den Unterteilungen Bilder zu entdecken.
Viele Figuren haben eher eine rundliche Struktur und sehen von der Außenform wie flaue „Volleybälle“ aus, weshalb manche Bewerber:innen sich gelegentlich darüber unterhalten, ob im letzten TMS eher Volleybälle oder eher andere Formen vorkamen. Jetzt wisst ihr, was damit gemeint ist.
Das vorgestellte Assoziieren wird auch von den Testerstellern in der Informationsbroschüre vorgestellt, ist also kein wirklicher Geheimtipp. Aber hier kommt noch einer:
Ihr könnt die Anzahl der Figuren, die ihr lernen müsst, mit diesem Trick deutlich reduzieren.
Wenn bei mehreren Figuren die schwarze Fläche an einer bestimmten Position vorkommt, z.B. in der gleichen Ecke oder auf der gleichen Seite, kann man diese Figuren einfach beim Lernen weglassen und in der Reproduktionsphase diese eine Position bei allen Figuren auswählen, die einem unbekannt vorkommen.
Beispiel:

Bei den umkreisten Figuren ist die schwarz eingefärbte Fläche jeweils die, die am weitesten nach links ragt. Ihr könntet euch in diesem Fall also 6 Figuren sparen und müsstet nur noch 14 lernen, statt 20.
Die umkreisten Figuren, die ihr dann nicht lernt, kommen euch in der Reproduktionsphase alle unbekannt vor, weil ihr keine Assoziationen zu ihnen gebildet habt. Dann kreuzt man einfach die Fläche an, die am weitesten nach links ragt, und hat alle richtig.
Bei anderen Figuren-Sets können andere Positionen oder Ecken lohnenswerter sein, z.B. unten rechts, oben links, Mitte, etc.
Oft würde es bei mehreren Positionen passen, weil z.B. 4 Figuren oben links ihre schwarze Fläche haben und 4 Figuren unten rechts. Es funktioniert natürlich nicht mehr, wenn man mehrere Ecken auswählt, sodass man sich in den ersten Sekunden des Untertests für eine entscheiden und diese dann auch behalten muss.
Macht euch also kurz einen Überblick, welche Position eventuell am häufigsten vorkommt, und lasst diese Figuren beim Lernen weg. Selbst wenn ihr falsch liegt, und eine Position noch etwas häufiger vorkommt, ist dies nicht schlimm, da wichtiger ist, dass ihr diesen Trick überhaupt macht und euch schnell für eine Position entscheidet, statt ewig lange zu überlegen.
Dieser Trick ist besonders deswegen hilfreich, weil die meisten Bewerber:innen nicht alle Figuren in der Zeit schaffen. Würde man z.B. nur 10 der 20 Aufgaben schaffen, und wendet den Eckentrick nicht an, würde man durchschnittlich für die verbliebenen Figuren bei 1/5 der Aufgaben durch Raten richtig liegen (A-E sind 5 Antwortmöglichkeiten), womit man durchschnittlich 2 weitere Punkte erhält.
Mit Eckentrick spart man sich meist 4-5 Aufgaben, wodurch man sich in diesem Beispiel 10 Aufgaben durch Assoziieren merken kann und 4-5 weitere Aufgaben durch den Eckentrick richtig hat, sodass man auf ca. 14-15 von 20 Punkten kommt, statt 12 von 20 Punkten ohne Eckentrick.
Schafft man in der Zeit direkt durch Assoziieren 15-16 Aufgaben oder sogar mehr, kann man durch den Eckentrick auch gut die volle Punktzahl erreichen.
Es ist bei diesem Untertest total normal, anfangs Schwierigkeiten mit dem Assoziieren zu haben und sich nicht annähernd alle Figuren in der geforderten Zeit merken zu können.
Gebt euch daher anfangs deutlich mehr Zeit, z.B. 8 Minuten, und versucht, bei allen Figuren zu assoziieren, um es zu üben. Wenn ihr das Assoziieren immer besser hinbekommt, reduziert die Zeit schrittweise um 30 Sekunden und versucht, immer schneller zu werden, um langsam an die 4 Minuten heranzukommen.
Den Eckentrick könnt ihr dann später bei Simulationen unter echtem Zeitdruck und am Testtag selbst anwenden.
Ihr solltet das gleiche Material nicht mehrfach verwenden, da ihr einige Assoziationen selbst nach einigen Tagen oder Wochen noch im Kopf haben werdet und so Schwierigkeiten bekommt, das Assoziieren wirklich zu üben. Schaut daher, dass ihr genug Übungsmaterial habt, um diesen Untertest ausreichend oft bis zum TMS üben zu können.

4.9