
4.9
Hier einmal ein kurzer HAM-Nat Erfahrungsbericht, um einen Eindruck aus Bewerber:innen-Perspektive zu haben, was ihr am Testtag erwarten könnt. 😊
Geschrieben wurde er von Denise F., von uns stellenweise gekürzt und leicht umformuliert.
Beim Anmelden musste man seine Einladung und einen amtlichen Lichtbildausweis (Personalausweis oder Reisepass) vorzeigen. Ein Führerschein gilt nicht.
Die Einladung konnte ausgedruckt oder digital vorgezeigt werden.
Tatsächlich hatte ich meinen Reisepass vergessen, da ich zurzeit mein Pflegepraktikum mache und ihn daher meist zuhause lasse. Dies wurde mir beim Umpacken meiner Tasche zum Verhängnis, obwohl ich kurz vorher noch dran gedacht hatte. Jedoch wurde eine leitende Aufsichtsperson von den Helferinnen am Einlass dazugeholt und diese hat dann ein Foto von mir und mehreren Dokumenten gemacht, die ich dabeihatte (in meinem Fall Führerschein, Krankenkassenkarte und aktueller Studierendenausweis). Dadurch durfte ich trotzdem teilnehmen und muss nun nach dem Test noch einmal nach Hamburg ins UKE fahren, um meinen Reisepass nachträglich vorzuzeigen.
Nach dem Einlass und dem Vorlesen von Ansagen erhielt man einen Umschlag, in dem sich das Testheft für Figurale Matrizen, Arithmetisches Problemlösen, den NAT-Teil sowie die Antwortbögen befanden.
Der Test startete mit Figurale Matrizen. Man hatte 15 Minuten Zeit für 14 Aufgaben. Ich habe gemerkt, dass es hilfreich wäre, das Ausmalen der Antwortkreise mit Bleistift vorher einmal zu üben, da dies zusätzlich Zeit kostet.
(Anmerkung von uns: Dies könnt ihr in unserem Gratis-Mini-HAM-Nat und unserer schweren Extra-Simulation üben)
Ich würde jedem den Tipp geben, den Bleistift nicht zwischendurch anzuspitzen, damit die Fläche der Mine irgendwann etwas breiter ist und man damit schneller ausmalen kann. Ich konnte mit der unangespitzten Mine bis zum Ende gut arbeiten.
Die Radiergummis, die man von der Testaufsicht bekommt, sind super. Ihr müsst also keine Sorge haben, wenn ihr beim Ausfüllen verrutscht, da ihr es immer noch korrigieren könnt.
Die ersten Aufgaben gingen verhältnismäßig zügig und die Matrizen sind wie bei hamnatvorbereitung bzw. viaMINT. In den meisten Aufgaben sind es sogar nur drei der möglichen Symbolarten, also nicht zu viel auf einmal.
Was für mich neu und nicht in den viaMINT-Simulationen war: Man musste teils „Addition“ erkennen, obwohl Symbole „überschüssig“ waren.
(Anmerkung von uns: Dies ist in unserem Textbook-Kapitel als „überlappende Addition“ beschrieben)
Insgesamt war der Testteil gut machbar.
Ich habe nur etwa 11 der 16 Aufgaben geschafft, für den Rest fehlte mir die Zeit. Da man keine Minuspunkte für falsche Antworten bekommt, habe ich bei den fehlenden Aufgaben überall „C“ angekreuzt und gehofft, dass ich noch zufällig eine oder mehrere Aufgaben dadurch richtig habe.
Es gab mehrere Aufgaben aus dem Stil: Was ist E, wenn D 0,5-mal A ist, A ist viermal B+ 22, usw.
Dann noch mehrere dieser Aufgaben à la: Ärztin A schafft einen Patienten in 5 Min., Ärztin B in 6 und Ärztin C in 7 Min., nach wie vielen Stunden sind sie mit 80 Patienten durch?
Zusätzlich Kombinatorik-Aufgaben:
Wie viele Ziffern mit Zahlen von 0-9 braucht ein Hersteller eines Zahlenschlosses mindestens, wenn er angibt, damit mindestens so und so viele Kombinationen erzeugen zu können?
Belegungsüberlegungen von Operationssälen: Es gibt so und so viele OPs, die tägl. von 7-19 Uhr belegt werden können. Täglich finden so und so viele Tumor-OPs à 6 h statt. Blinddarm-OPs dauern in der Regel eine Stunde. Wie viele Blinddarm-OPs können durchgeführt werden, wenn einer der Räume nur bis 15 Uhr und der andere bis 19 Uhr belegt werden kann und so und so viele Tumor-OPs stattfinden müssen?
Insgesamt alles gut machbar.
Die Naturwissenschaftsaufgaben entsprachen den Erwartungen. Es kam eine Mischung vieler verschiedener Themen und bekannter viaMINT-Aufgaben dran.
Es waren 75 Aufgaben in 30 Min. Bei diesem Test war ich diesmal tatsächlich wenige Minuten vor Ende fertig. Bei meiner letzten Teilnahme habe ich das nicht geschafft.
Die Aufgaben entsprachen dem bekannten Schema der Aufgaben auf viaMINT und hatten ähnliche Themen.
Unter anderem hat ein Zahnarzt einen Medizinstudenten „unnötig“ vor einem Patienten kritisiert.
Eine Kommilitonin hat einen falschen Gipsabdruck genommen, der nicht ihr gehörte, und versehentlich fallen gelassen.
Medizinstudenten haben negativ über das Gewicht einer Patientin gesprochen, während diese nur leicht sediert war, also dies ggf. wahrnehmen konnte.
Zwei Famulanten wollten bei einer Ärztin mehr Mitgefühl für emotional belastende Patientengesprächssituationen erwirken.
Ein Student wollte sich unverdiente Lorbeeren für einen gemeinsamen Vortrag einheimsen.
Insgesamt ließen sich die von viaMINT bekannten Szenarien gut auf diese Aufgaben übertragen.
Selbstverständlich bleibt das Problem, dass die Bewertung vom HAM-SJT auch etwas „Glückssache“ sein kann.
Vergesst nicht, am Testtag die Einwilligung für die „Studie“ abzugeben, damit ihr ein genaues Detailergebnis zusätzlich zur Gesamtpunktzahl erhaltet.
(Anmerkung von uns: Mehr Informationen zur Studie und dem Detailergebnis findet ihr hier:
https://hamnatvorbereitung.de/ham-nat-guide/nach-dem-test/)
Viel Glück und Erfolg an alle <3