Nur ungelernte Kapitel anzeigen
Eine tolle Geheimstrategie für diesen Untertest gibt es leider nicht. Die Trainierbarkeit ist gering. Das bedeutet, dass die meisten durch Übung nur wenige Fortschritte erzielen werden.
Trotzdem ist es sinnvoll, diesen Test zumindest ein bisschen zu üben, wenn man die Zeit hat. So gewöhnt man sich an das Lesen und Bearbeiten dieser längeren Texte.
Bei komplexen Texten ist es unmöglich, wirklich alles zu verstehen und zu behalten, was gerade beschrieben wird. Es ist wichtig, den Text einmal gelesen zu haben und ihn dabei am besten schon in Sinn-Abschnitte gegliedert und wichtige Stellen markiert zu haben. Diese Stellen findet ihr dann später beim Bearbeiten der Aufgaben schnell wieder.
Ihr könnt also z.B. Klammern an den Rand des Textes setzen und damit die verschiedenen Abschnitte markieren, wenn es bspw. erst in mehreren Absätzen um die Hormonbildung geht und später in mehreren Abschnitten um die Hormonwirkung und am Ende um spezielle Erkrankungen.
Signalwörter wie „aktiviert“, „hemmt“, „steigt“ oder „sinkt“ sollten unterstrichen oder markiert werden, da es wahrscheinlich ist, dass genau dazu später Aufgaben gestellt werden.
Außerdem solltet ihr bei manchen Themen Skizzen anfertigen. Häufig behandeln die Texte Beschreibungen von Regelkreisen, Lagebeziehungen, zeitlichen Beziehungen und gegenseitigen Einflüssen (wenn das eine steigt, steigt / sinkt das nächste, woraufhin das nächste steigt / sinkt usw.).
Ohne Notizen würde man hier den Überblick verlieren. Meist braucht man keine detaillierten Skizzen, grobe Skizzen sorgen bereits für eine bessere Übersicht.
In den Aufgaben wird grundsätzlich wieder nach ableitbaren Dingen gefragt und nicht nach Dingen, die Wort für Wort so im Text stehen.
Nach dem Lesen der Aufgabe solltet ihr zurück zu euren markierten Abschnitten springen, um die Aufgabe lösen zu können. Die wenigsten Aufgaben lassen sich „aus dem Kopf“ lösen, ohne dass der Abschnitt noch einmal durchgegangen wird.
Hierbei kann man auch gezielt nach den „Zielwörtern“ suchen. Wenn z.B. in einer Aufgabe nach Testosteron gefragt ist, sucht man in dem Text einfach nach „Testosteron“ und liest nur ein paar Sätze davor und danach.
Bei einigen Aufgaben kann es sogar funktionieren, den Text gar nicht vorher zu lesen. Zum Beispiel, wenn ihr für den letzten der vier Texte nur noch wenige Minuten Zeit habt.
Der typische Aufbau vieler Texte ist die Beschreibung eines Hormonsystems, einer Erkrankung oder einer Organfunktion. Gegen Ende des Textes werden dann oft weitere mögliche Einflussfaktoren benannt und man muss in einigen der Aufgaben Schlussfolgerungen ziehen, welche Auswirkungen diese Einflussfaktoren haben.
Einmal kam bei mir beispielsweise die Erklärung des männlichen Sexualhormonsystems vor und am Ende wurden verschiedene Gendefekte und Erkrankungen genannt, die an verschiedener Stelle in das Hormonsystem eingreifen. In den Aufgaben musste ich ableiten, welche Auswirkung welche Erkrankung hat.
Ein anderer Text handelte von zwei neurologischen Erkrankungen, die genau entgegengesetzte Ursachen haben, weil bei der einen Erkrankung Dopamin-ausschüttende Nervenzellen vermindert aktiv und Acetylcholin-ausschüttende Nervenzellen vermehrt aktiv sind, während es bei der anderen Erkrankung genau umgekehrt ist. Am Ende des Textes wurden dann verschiedenste Substanzen genannt, die z.B. die Dopaminrezeptoren blockieren, stimulieren, den Dopaminabbau hemmen, Acetylcholinrezeptoren blockieren, stimulieren, usw.
Beim Lesen eines solchen Abschnitts ist eigentlich schon klar, dass dazu gleich die eine oder andere Frage folgt, weshalb ich schon direkt beim Lesen des Textes zu jeder Substanz aufgeschrieben habe, ob sie bei der einen oder der anderen Erkrankung hilft.
Da ich selbst den TMS erst nach meinem Medizinstudium geschrieben habe, hatte ich bei den meisten Texten einen großen Vorteil, da ich die Themen auch im Studium schon einmal hatte und daher gut folgen konnte. Vorwissen ist bei diesem Test also sehr hilfreich!
Nun ist es vermutlich kein guter Tipp, vor dem TMS einfach Medizin zu studieren. Es gibt jedoch einige Themen, die sehr häufig im TMS vorkommen, bei denen es sich lohnen kann, diese einmal grob verstanden zu haben.
Das sind z.B. die Themen:
Auch im Untertest Medizinisch-naturwissenschaftliches Grundverständnis kommen diese Themen immer mal wieder vor.
Wir haben euch daher auf dieser Lernplattform allgemeine Erklärungen zu diesen Themen erstellt, die euch in beiden Untertests enorm weiterhelfen können. Wenn ihr die Themen einmal grob verstanden habt, werden euch viele Aufgaben dazu deutlich leichter fallen.
Viel mehr als das kann man für diesen Untertest in der Vorbereitung leider nicht tun.

4.9