In diesem Kapitel folgen noch Tipps, die euch während der Testbearbeitung dabei helfen können, einige Punkte mehr zu erreichen.
Komplexe und rechenintensive Aufgaben markieren und hintenanstellen
Die Zeit im HAM-Nat ist knapp bemessen. Sehr komplexe und v.a. rechenintensive Aufgaben können euch so viel Zeit kosten, dass ihr es nicht mehr schafft, alle Aufgaben zu bearbeiten.
Wenn ihr also merkt, dass ihr bei einer sehr rechenintensiven Aufgabe nicht weiterkommt, markiert sie euch z.B. mit einem „?“ und macht erst einmal mit den anderen Aufgaben weiter.
Es bringt euch nichts, 10 Minuten für eine einzelne Aufgabe aufzuwenden und diese zu lösen, wenn ihr dadurch am Ende drei andere Aufgaben zeitlich nicht mehr schafft, die ihr stattdessen hättet lösen können.
Da es keinen Punktabzug für Falschantworten gibt, solltet ihr kurz vor Abgabe eures Antwortbogens bei jeder Aufgabe eine Antwort eintragen. Wenn ihr es nicht schafft, eine Aufgabe rechtzeitig zu lösen, ratet einfach!
Achtet auf Verneinungen!
Es gibt oft genug Fragen, die lauten: „Was trifft nicht zu?“.
Gelegentlich ist das „nicht“ sogar unterstrichen, manchmal aber auch nicht.
Lest euch daher jede Frage aufmerksam durch und unterstreicht das „nicht“ ggf. selbst noch einmal deutlich.
Denkt anschließend während des Lesens der Antwortmöglichkeiten unbedingt daran, dass ihr versucht, herauszufinden, was nicht zutrifft.
Ab der dritten zutreffenden Antwortmöglichkeit vergesse ich das leider selbst manchmal und denke dann, dass das die richtige Antwort ist. Ich hoffe ich bin nicht der einzige Dumme, dem das manchmal passiert.
Ausschlussprinzip
Multiple-Choice-Aufgaben haben zwei herausragende Vorteile. Der erste Vorteil besteht darin, dass ihr bei einigen Fragen nach dem Ausschlussprinzip vorgehen könnt.
Wenn ihr die Antwort nicht sicher wisst, aber von den 5 angegebenen Antwortmöglichkeiten z.B. 3 ausschließen könnt, erhöht ihr eure Chance, die richtige Antwort zu raten, von 20 % auf 50 %.
Versucht daher, dieses Prinzip so oft wie möglich anzuwenden. Wenn ihr 20 Aufgaben nicht beantworten könnt und sie ratet, habt ihr statistisch gesehen ca. 4 davon richtig. Könnt ihr jedoch jedes Mal drei Antwortmöglichkeiten ausschließen, habt ihr statistisch gesehen 10 davon richtig.
Der zweite Vorteil von Multiple-Choice-Fragen ist, dass man das Gelernte nicht frei abrufen muss, sondern es reicht, es lediglich „wiederzuerkennen“. In welche Basengruppe lässt sich Cytosin einordnen? Irgendwas mit Pymidi… Ach, da steht es ja: Pyrimidinbasen.
Antworten rechtzeitig übertragen
Wie bereits im vorherigen Kapitel erklärt, bekommt ihr beim Naturwissenschaftsteil ein Fragenheft und einen Antwortbogen.
Im Fragenheft sind die Aufgaben und die Antwortmöglichkeiten enthalten. Hier ist auch Platz für eure schriftliche Rechnungen oder Zeichnungen.
Das Fragenheft sieht ungefähr so aus:

In diesem Heft markiert ihr auch die von euch ausgewählte Antwort, um sie später auf den Antwortbogen übertragen zu können. Außerdem ist Platz für Rechnungen, Skizzen, etc.:

Der Antwortbogen sieht ungefähr so aus:

Da nur der Antwortbogen ausgewertet wird, müsst ihr eure aus dem Fragenheft gewählten Antworten unbedingt auf den Antwortbogen übertragen.

Manche Bewerber:innen machen dies sofort nach Beantwortung jeder einzelnen Aufgabe, andere machen dies erst am Ende des Tests oder zwischendurch nach mehreren Aufgaben.
Wie ihr es macht, ist ganz euch überlassen. Es empfiehlt sich aber, nicht ganz bis zum Ende zu warten, da sonst die Zeit zum Übertragen sehr knapp werden kann und ihr die Antworten eventuell sogar unkonzentriert übertragt und bei der Übertragung Fehler macht, obwohl ihr die Aufgabe eigentlich korrekt gelöst habt.
Daher gilt: Antworten lieber früher als später auf den Antwortbogen übertragen.
Bei meinem eigenen HAM-Nat habe ich erst am Ende alle Aufgaben auf den Antwortbogen übertragen und kam dabei echt in Zeitnot. Als ich dann noch einmal die Richtigkeit der Übertragung überprüft habe, sind mir sogar Fehler bei der Übertragung aufgefallen, die ich dann noch schnell korrigieren musste. In Uni-Klausuren, die ebenfalls ein Fragenheft und einen Antwortbogen haben, habe ich dann immer bereits nach Beantwortung jeder Aufgabe diese auf den Antwortbogen übertragen.
Unklare oder rechenintensive Aufgaben könnt ihr natürlich im Fragenheft markieren und vorerst überspringen. Wenn ihr am Ende dann noch einmal zu ihnen zurückkommt, übertragt ihr sie auch erst dann auf den Antwortbogen.
Denkt daran, am Ende bei jeder Aufgabe eine Antwort eingetragen zu haben!
Auf dem Antwortbogen markiert ihr die Antworten mit Bleistift, ihr könnt also jederzeit eine falsche Markierung wegradieren.
Vertraut eurem Können!
Wenn ihr euch intensiv und strukturiert vorbereitet habt, die HAM-Nat Aufgaben von viaMINT kennt und diese wirklich komplett versteht, werdet ihr ein hervorragendes HAM-Nat Ergebnis erzielen. Versucht, euch nicht komplett verrückt zu machen.
Eure gewissenhafte und fleißige Vorbereitung wird belohnt werden!

4.9